Performance – Offene Probe
18.07.2026 | 17:30 Uhr - 18:30 Uhr
Kostenlos

„Monumento“ ist eine choreografische Untersuchung, die sich mit der Vielzahl von Denkmälern in der chilenischen Seenregion auseinandersetzt, die zur Verherrlichung der deutschen Kolonisierung errichtet wurden. Durch diese Choreografie werden Formen des Wissens sichtbar gemacht und weiterentwickelt, die durch die Fortdauer dieses Kolonisierungsprozesses in den ländlichen Raum, an die Küste und ins Nachtleben der Arbeiterklasse verdrängt wurden.
Dieses aus Körper, Raum und Klang bestehende Denkmal präsentiert sich als zwei Meter hohe anatomisch-architektonische Struktur aus Fleisch, Knochen, Haut, Textilien, Haaren, Gesängen, Gezeiten und sichtbaren technischen Systemen. Die Balken, Lichtgitter und Kabel fungieren als schwebendes Skelett, während die Menschengruppen Muskelmassen bilden, die von starren, knochenartigen Plattformen durchzogen sind. Ähnlich wie historische Denkmäler übt sie Territorialität aus und verkörpert Erinnerung, Wissen und kulturelle Wahrnehmung. Durch Cumbia, bäuerliche Gesänge und das Sammeln von Muscheln bei Ebbe würdigt es Denkweisen, die durch die deutschen Kolonial Prozesse im Süden Lateinamerikas verdrängt wurden, und weckt die Erinnerung an einen präkolonialen Ahnenkult.
Choreographie und Performance: Felipe Fizkal
Musik: Cristobal Ruffo
Dramaturgie: Ronja Häring und Polina Fenko
Licht und Szenographie: Arturo Lugo
Costume: Manu Garretón
Sprechpartner Innen: Lina Gómez, Amara T. Saavedra, Melissa Herrada.
Dieses Projekt wird vom Residenzprogramm Schloss Bröllin und dem „Institute of Arts Barcelona“ in Koproduktion mit Dock11 Berlin unterstützt.
Photos: Felipe Soto




